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Geschichte
der Pfarre und Pfarrkirche Eßling
Nachdem 1772 das
kleine Holzkirchlein, welches bis dahin am heutigen
Kirchenplatz stand, abgebrannt war, öffnet Kaiserin
Maria Theresia ihre Schloßkapelle für die Eßlinger.
Immer noch gehört Eßling zur Pfarre Groß Enzersdorf.
1784 erhebt Kaiser Josef II. Eßling zu einer
selbstständigen Kaplanei. Wenige Jahre danach
fällt Eßling, nach dem Tod des Kaplans, wieder
an die Pfarre Groß Enzersdorf.
Nach der Zerstörung
der Schloßkapelle, durch die Kämpfe im Mai 1809
(Napoleon), wird im Jahre 1816 eine kleine Kirche
gegenüber des Schloßes Eßling erbaut. Nachdem
diese Kirche aufgrund von Zuzügen, zu klein
wurde, entschließt man sich 1937 die bestehende
Kirche durch einen Neubau zu vergrößern. Wegen
der finanziellen Schwierigkeiten wählt man die
billigste Variante des Kirchenbaues. In den
Märztagen des Jahres 1938 fand, infolge der
politischen Verhältnisse, in aller Stille die
Weihe der Kirche, durch Kardinal Innitzer, statt.
Es war die letzte Kirchweihe in Österreich bis
1945!
1939 wird Eßling
zu einer Expositur von Groß Enzersdorf erhoben
und mit 1. Jänner 1946 eine selbstständige Pfarre.
1982 erfolgt eine
gründliche Außenrenovierung der Kirche und 1987
wird der Innenraum von Architekt Heinz Dieter
Kajaba (Wien) völlig neu gestaltet. Es wird
eine Holzkonstruktion in das bestehende Kirchenschiff
eingebaut, der Boden um 50 cm abgetragen, neu
isoliert und mit einem Teppichboden ausgestattet.
Von der bestehenden
Kircheneinrichtung, werden nur das aus Kupferblech
getriebene Kreuz von Angela Stadtherr (1899-1939)
und der Tabernakel übernommen.
An Ausschmückung
erhält die Kirche 1989 eine Statue, Josef und
Maria, von Helga Simmerle (Telfs, Tirol) und
im Jahre 1992 einen Kreuzweg aus Steinmosaik
von Benedict Schmitz (Ingolstadt), hergestellt
in der Mayer`schen Hofkunstanstalt München.
Die Orgel aus
der alten Kirche wird nach einer gründlichen
Renovierung 1990 durch Orgelbaumeister Josef
Diethart Pemmer (Purk im Waldviertel) über dem
Eingang aufgestellt.
Die renovierte
Kirche wird am 25. Oktober 1987, mit der Weihe
des Altares, durch Weihbischof DDr. Helmut Krätzl,
wieder eröffnet.
1997 werden zwei
neue Glocken der Glockengießerei Grassmayr,
vom Ehepaar Hertha und Walter Garhöfer gespendet
und im Jahr 2000 aus Anlaß einer goldenen Hochzeit
eine weitere.
Eßling wird immer
größer, deshalb war es auch notwendig an einen
Pfarrheimneubau zu denken. Im März 2000 wird
der Grundstein gelegt und am Hochfest des Hl.
Josef (Patrozinium), am 19. März 2001, wird
das neue Haus durch Pfarrer Mag. Klemens Bottig
eingeweiht.
Martin
A. Strommer
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